Sub Terra Kurzgeschichte

Verdammter Mist! Jemand Verletzt? ruft Leibwächter John in die Dunkelheit während der Staub noch dabei ist, sich zu setzen. Der Lichtkegel der Taschenlampe durchbricht die Dunkelheit und gibt schemenhaft ein Höhlengewölbe frei. „Bei mir ist alles klar“ ruft Sanitäter Michael. „Bei mir auch“ ächzt Kletterin Alexandra während sie sich den Staub von der Kleidung klopft. „Dexter, alles in Ordnung?“ brüllt John in die Dunkelheit. Keine Antwort.  „Hat jemand Dexter gesehen?“ ruft John sichtlich besorgter. Kurze Zeit später hört man, wie jemand Gestein wegräumt. „Ich glaube, ich bin ok“ ertönt es etwas abgelegen von den anderen. „Na Gott sei Dank, dann Ausrüstung überprüfen und sammeln“ erklärt John in einem leicht befehlsmäßigen Ton.

Kurze Zeit später haben sich alle zusammengefunden.
„Wir haben noch unsere Taschenlampen, Funkgeräte und meine Seile“ durchbricht Alexandra die betrübte Stille. „Meine Ausrüstung hat den Sturz auch überlebt. Hatte schon sorge das der Tank was abbekommen hat“ ergänzt Taucher Dexter während er zur Höhlendecke hinaufsieht, durch die sie gebrochen sind. „Nach da oben kommen wir auf jeden Fall nicht mehr. Wir müssen einen neuen Weg finden!“. „Vorschlag! Wir bilden Zweierteams und suchen einen Ausgang.“ wirft Michael in die Runde. „Abgemacht aber lasst zwischendurch was von euch hören. Denkt aber daran, wir haben keine weiteren Batterien für die Lampen. Also muss heute alles etwas zackig gehen“ stellt John noch klar, bevor sie aufbrechen.
Ein paar Stunden später….

Knarzzz…. „Michael? Dexter?, wir haben den Ausgang gefunden. Süd-Östlich von unserer Ausgangsposition. Also schiebt eure Ärsche hierher“ dröhnt es von John durchs Funkgerät. Michael betätigt den Sprechknopf seines Funkgerätes: „Großartige Neuigkeiten, wir machen so schnell wir können. Könnt ihr uns entgegenkommen?“. „Negativ, eine Taschenlampe hat schon den Geist aufgegeben und die andere gibt auch schon auf. Also macht Tempo“ erwidert John. „Na super, wie sollen wir das schaffen? Durch das ganze Geröll und Gas hier unten? Hätten wir deine Taucherausrüstung nicht, würden wir immer noch im überfluteten Gang festsitzen“ sagt Michael fast flüsternd zu Dexter, den er seit dem letzten Geröllabsturz beim gehen stützen muss. „Hättest du mich nicht zusammengeflickt, würde ich immer noch unter dem ganzen Dreck liegen. Sagen wir, wir sind Quitt“ entgegnet Dexter mit einem etwas erzwungenem Lächeln. Die beiden gehen den Weg, den sie gekommen sind so schnell wie möglich zurück. Der Lichtkegel der Taschenlampe wird immer schwächer bis sie nach kurzem Flackern endgültig aus geht. „Verdammte Scheiße“ rutscht es Michael heraus, während er die Taschenlampe auf seinen Oberschenkel schlägt. Er hat die Hoffnung, so noch etwas Leben aus der Lampe entlocken zu können. „Tja, dann müssen wir wohl im Dunkeln weiter“ spricht Dexter in die Dunkelheit hinein. Beide tasten sich Schritt für Schritt an den Höhlenwänden entlang.

„Warte mal, hast du das gehört?“ fragt Dexter mit nervös Zittriger Stimme. „Also ich höre nichts, was soll denn sein?“ antwortet Michael während er weiter geht. „Klang als würde etwas in der Dunkelheit hinter uns Atmen… Mir stellen sich schon alle Nackenhaare auf und mein Arsch geht auf Grundeis. Wir müssen doch bald da sein.“ Die Nervosität in Dexters Stimme ist deutlich spürbar. Michael bleibt stehen und dreht sich zu Dexter um. „Hier unten ist schon nichts außer wir beiden und …“ Michaels Stimme stockt plötzlich und er starrt in die Dunkelheit hinter sich. Jetzt hört er das Atmen auch….

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